10 Tipps für deinen nächsten Blog-Artikel

Überlasst ihr den Erfolg eurer Blog-Artikel dem Zufall? Wir haben die 10 wichtigsten Punkte für euch zusammengetragen, die essenziell für den Erfolg eurer Posts sind. Wer das Interesse der Leser weckt, hat nämlich noch lange nicht gewonnen. Aufmerksamkeit zu wecken ist das eine, sie zu binden das andere. Denn wer heute einen relevanten Text liest, kommt morgen vermutlich wieder.

Einleitend betrachten wir für euch Nutzerverhalten und leiten daraus Erkenntnisse für die Artikelelemente erfolgreicher Posts ab.

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Im Zentrum der Ausgestaltung eines Blog-Artikels liegt der Inhalt. Ein guter Artikel steht und fällt mit der Aktualität und Relevanz für sein Publikum. Der Begriff „Content“ umfasst sämtliche Inhalte zur Gestaltung eines Artikels: Texte, Bilder, Videos usw. Je prägnanter der Inhalt formuliert und präsentiert wird, umso genauer kann er seine Zielgruppe erreichen und zufriedenstellen. Texte lediglich für Suchmaschinen zu optimieren ist nicht mehr zeitgemäß.

Google Qualitätsrichtlinien - Grundprinzipien

(https://support.google.com)

Wie ist das Leseverhalten Online?

Mehr als die Hälfte der Deutschen informiert sich inzwischen mindestens einmal pro Woche Online bzw. Mobile über das aktuelle Geschehen. Dabei lässt das Leseverhalten von Online Usern stark zu wünschen übrig. Eine Amerikanische Studie zeigt, dass nur 16% der Nutzer Inhalte Wort für Wort lesen. 79% scannen die Seiten lediglich grob und verweilen bei einzelnen Worten oder Sätzen. Die durchschnittliche Verweildauer liegt bei gerade mal 15 Sekunden. Daher ist es wichtig, jeden Bestandteil des Artikels sorgfältig zu erarbeiten.

Überschrift

Ohne Zweifel werden hohe Anforderungen an eine Überschrift gestellt. Sie soll kurz und knapp sein, dennoch die Kernaussage des Artikels wiedergeben und das Interesse der ausgewählten Lesergruppe wecken.

Einleitung

Die Einleitung eröffnet euren Blog-Artikel und gibt dem Leser einen kurzen Überblick über den folgenden Inhalt. In den ersten 10 Sekunden entscheiden Leser, ob sie sich für den Inhalt der Seite interessieren oder nicht. Damit bleibt euren Artikeln nach dem Lesen der Überschrift, einem ersten Blick auf die Einleitung und einem groben Scan der restlichen, bestenfalls gut strukturierten Abschnitte, nur wenig Zeit, den Leser zu überzeugen.

Hauptteil

Die Reise zum Hauptteil ist geschafft. Der Leser ist durch die Überschrift aufmerksam und durch die Einleitung neugierig geworden und hat wahrscheinlich den Artikelaufbau anhand der Zwischenüberschriften gescannt. Erst jetzt wendet er sich eurem eigentlichen Blog Artikel mit genauerem Interesse zu.

Schluss

Der Schluss resümiert als eine Art Zusammenfassung über das insgesamt Berichtete und kehrt den Kerngedanken ein letztes mal nach Außen. Nachdem im gesamten Blog Artikel ein Sachverhalt konkret beleuchtet wurde, kann nun ein Fazit gezogen oder ein Ausblick gegeben werden.

10 Tipps für deinen nächsten Blog-Artikel

Je prägnanter der Inhalt formuliert und präsentiert wird, umso genauer kann er seine Zielgruppe erreichen und zufriedenstellen.

Unsere 10 Tipps für euren Blog-Artikel

1. Aufmerksamkeit

Eine gute Überschrift weckt die Neugierde der Leser, erzeugt genug Spannung und regt zum Weiterlesen an. Sie hat einen Bezug zum Blog-Artikel und gibt einen Hinweis auf die Kernaussage des Folgenden. Dabei dürfen keine Erwartungen geweckt werden, die der Text anschließend nicht erfüllt. Sie sollte kurz und knapp formuliert sein und bestenfalls in eine Zeile passen.

2. Suchmaschinenoptimierung

Schlagworte sollten sowohl in der Überschrift als auch im Text immer relativ weit vorn untergebracht werden. Der Blog-Artikel wird so mit größerer Wahrscheinlichkeit suchmaschinenseitig berücksichtigt. Gleichzeitig fallen dem Leser die Keywords beim groben Scannen der Seite direkt auf. Die Gestaltung der Überschrift könnte beispielsweise anhand der Überlegung erfolgen, wie ein Leser seine Anfrage zum Thema bei Google formulieren würde. Eine optimierte Überschrift hat nicht mehr als 60 Zeichen. SEO Softwaremodule wie das WordPress SEO Plugin von Yoast zeigen mit einer Snippet Vorschau an, wie der Blog-Artikel in den Google Suchergebnissen angezeigt würde.

3. Teaser

Die Einleitung holt den Leser bei der Überschrift ab und bereitet ihn auf den weiterführenden Blog-Artikel vor. Sie sollte daher klar und deutlich formuliert sein und keine Verwirrung stiften. Ihr solltet euch dabei auf einen Leitgedanken konzentrieren. Leser erfassen in der Kürze der Zeit eine Idee schneller als mehrere. Die Einleitung führt den Spannungsbogen der Überschrift bestenfalls fort und weckt Emotionen. Dazu könnt ihr eine Geschichte einbinden oder ein Problem aufgreifen, dessen Lösung im Blog-Artikel versprochen wird.

4. Der Rote Faden

Jeder gute Blog-Artikel enthält einen roten Faden, an dem sich der Leser orientieren kann. Der Leser sollte bereits in der Überschrift ein Gefühl bekommen, welches Kernthema der Artikel hat. In der Einleitung wird die Idee anmoderiert und im Hauptteil entfaltet. Folgt der Text einer logischen Struktur, kann der Leser leichter folgen und geht nicht verloren. Blog-Artikel werden bestenfalls so formuliert, dass sie nicht nur von einem Fachpublikum verstanden werden können. Begriffe sollten so gewählt sein, dass auch Laien folgen können. Sind Fachbegriffe unverzichtbar, sollte eine kurze Erläuterung erfolgen. Formulierungen sollten stets prägnant sein; Füllwörter sollten spätestens beim Feinschliff des Textes aufmerksam ermittelt und anschließend gestrichen werden.

5. Verlinkungen

Jedem guten Blog-Artikel geht eine umfangreiche Recherche voran. Gut recherchierte Fakten und Quellennachweise untermauern die Aussagen und schaffen eine gewisse Transparenz für den Leser. Relevante Links sollten während der Ermittlung von Inhalten und Fakten gleich gespeichert werden, um für spätere Prüfungen oder zur Quellenangabe direkt verfügbar zu sein. Wer in seinem Post auf einen anderen Blog verweist kann den Betreiber bitten, den eigenen Artikel auf seiner Seite zu teilen. Neuer Content kann jederzeit auch intern thematisch passende Blog-Artikel aufgreifen und den Leser ggf. zu weiterführenden Informationen im eigenen Blog leiten. Potenzielles Interesse der Leser wird einerseits bedient, andererseits gewinnt die Seite durch themenrelevante interne Links mehr Relevanz für Suchmaschinen.

6. Textumfang

Für die optimale Satz- und Absatzlänge gibt es allgemeine Richtwerte. Sätze sollten etwa 15 Worte enthalten und sich nur einem Gedanken zuwenden. Wesentliches sollte möglichst weit vorn genannt werden. Ein Absatz hat bestenfalls ca. 4 Zeilen und behandelt ebenfalls nach Möglichkeit nur eine Idee.

7. Mehrwert

Wie eingangs herausgestellt, sollte ein Text nicht nur eine möglichst logische Aneinanderreihung von Keywords sein sondern einen deutlichen Nutzen  für den Leser haben. Dieser muss leicht erkennen, welchen Benefit der Blog-Artikel bietet. So kann man beispielsweise klare Handlungsempfehlungen formulieren, die den Wert des Posts verdeutlichen und ihn in die Realität der Leser transportieren. Durch konkrete Beispiele wird die Argumentation weniger abstrakt und der Leser kann die vorangeführte Argumentation besser verstehen. Darüberhinaus bekommt er eine Idee, wie er die Anregungen im Alltag selbst umsetzen kann.

8. Medienelemente

Der Einsatz von Medienelementen ist von großer Bedeutung. Die durchschnittliche View-Anzahl ist 94% höher, wenn der Blog-Artikel ein Bild enthält. Medienelemente wie Bilder, Videos oder Infografiken verbildlichen dem Leser die Aussage des Textes. Sie lösen bestenfalls Emotionen wie Neugierde oder Überraschung aus und bringen vielleicht sogar zum Schmunzeln. Ein Vorschaubild ergänzt und unterstützt darüber hinaus die Headline.

9. Summary

Wurde euer Blog-Artikel mit einer Frage oder einem bestimmten Sachverhalt begonnen, sollte dies im Schlussteil aufgegriffen und zu ende gesponnen werden. Die Frage kann nun nach Sammlung von Argumenten beantwortet bzw. ein Fazit gezogen werden.

10. Call-to-Action

Den Blog-Artikel sollte ein Call-to-Action abschließen. Generelle Handlungsaufforderungen führen zu mehr Interaktion und die Wahrscheinlichkeit für Kommentare und einen lebhaften Austausch steigt, wenn z.B. zum Ende des Artikels eine Frage formuliert wird.

Was lässt sich  für eure Blog-Artikel ableiten?

Die Gestaltung sollte grundsätzlich auf den Kenntnissen über das Leseverhalten basieren. Wer das Scan-Verhalten der Leser berücksichtigt, kann durch feste Bezugspunkte sein Publikum durch den Artikel leiten. Zwischenüberschriften strukturieren den Inhalt und zeigen dem interessierten Leser ggf. Relevanz an. Der Einsatz von Keywords spielt an vielen Stellen eine Rolle.

Wir konnten euch viele Anregungen und Hinweise zur optimalen Gestaltung eurer Blog-Artikel geben. Die Theorie kann euch helfen, eine erste Vorstellung davon zu bekommen, wie man an die Thematik herangehen kann. Mit einigen Tipps können auch erfahrene Blogger an der ein oder anderen Stellschraube ihrer redaktionellen Arbeit drehen. Mehr Empfehlungen und Best Practices findet ihr in unserer Kategorie Knigge.

Habt ihr weitere Anregungen oder Hinweise, die ihr mit uns teilen möchtet? Wir freuen uns auf eure Kommentare!