So sieht Like-Baiting aus.

Nach „Gefällt mir“-Angaben, Kommentaren und Shares sollten Seiten in Zukunft besser nicht mehr fragen – Facebook geht jetzt gegen Like-Baiting (dem Ködern von Likes) vor und bewertet sie zukünftig als weniger relevant. Die Entscheidung, die am Donnerstag veröffentlicht wurde, soll hauptsächlich Nonsens-Posts treffen wie den, den Facebook selber abbildet:

So sieht Like-Baiting aus.

So sieht Like-Baiting aus. (Bildquelle: Facebook)

Es handelt sich hier also um Posts, die völlig uninteressant sind und ausschließlich gepostet werden, um Interaktionen zu erzeugen – die letztlich niemandem außer der Seite weiterhelfen. Facebook hat herausgefunden, dass solche Posts von Nutzern als 15% weniger relevant empfunden werden als andere – wen wundert’s.

Neben Like-Baiting sollen auch Seiten abgestraft werden, die oft Inhalte wiederholen, sowie solche, die in ihren Links irreführende Beschreibungen verwenden, um Facebook-Nutzer auf Seiten zu locken, die diese nie besuchen wollten und die meistens nahezu ausschließlich aus Werbung bestehen. Facebook hat in ersten Tests offenbar festgestellt, dass weniger wiederholte Inhalte im Newsfeed zu 10% weniger ausgeblendeten Posts führen, was eine deutlich höhere Nutzerzufriedenheit andeutet, und dass das Eindämmen von Spam die Klickrate auf Seiten außerhalb von Facebook um 5% erhöht hat.

Diese Änderungen sind sowohl für Nutzer erfreulich, denen ihr Newsfeed nun viel relevanter vorkommen dürfte, als auch für Marketer, die sich die Mühe machen, attraktive Inhalte zu erstellen, da sie durch qualitativ hochwertige Inhalte auf Facebook auf weniger skeptische Nutzer treffen. Facebook schreibt deutlich, dass Fanpages, die keinen Spam posten oder Like-Baiting betreiben, keine Veränderungen an der organischen Reichweite sehen sollten – wenn überhaupt kann es zu einer leichten Vergrößerung der Reichweite kommen. Auch mit dieser Änderung zeigt Facebook wieder, dass das Netzwerk sich bewusst ist, dass eine angenehme Nutzererfahrung sowie gute Marketingmöglichkeiten elementar für die eigenen Entwicklung und den Status als unangefochtene Nr. 1 der Social-Media-Welt sind – zum Vorteil aller.