Adolph Freiherr von Knigge

„Die Kunst des Umgangs mit Menschen besteht darin, sich geltend zu machen, ohne andere unerlaubt zurückzudrängen.“

Dieser Ratschlag wird heutzutage freilich nicht von sehr vielen Leuten befolgt. Doch auf Social Media – und insbesondere im Facebook Newsfeed – ist diese Balance genau das richtige Mittel, um der Anzeigenmüdigkeit vieler Facebook-Nutzer entgegen zu wirken.

Nutzer dürfen durchaus noch mitbekommen, dass sie Fan einer Marke geworden sind. Hauptsächlich ist Facebook, und ganz besonders der Newsfeed, für viele Nutzer aber der Ort, an dem sie sich über Neuigkeiten von Freunden, Verwandten und Bekannten informieren. Wenn Posts von Marken – und insbesondere die Posts nur einer Marke – langsam den Eindruck erwecken, sie würden die Freunde auf die hinteren Plätze verdrängen, kann dies beim Fan durchaus auf Ablehnung stoßen. Kommt dann noch uninteressanter oder abstoßender Inhalt hinzu, ist die Sache schon fast verloren: Die Marke wird als Fremdkörper im Newsfeed wahrgenommen. Von hier ist es bis zum negativen Feedback nur noch ein kleiner Schritt.

In Zeiten des 100.000-faktorigen Newsfeed Algorithmus ist es zugegebenermaßen sehr schwierig für eine Fanpage, zu bestimmen, wie viel und wann gepostet und wie die Posts beworben werden sollen; doch obwohl Facebook selber einiges übernimmt, was das Verteilen der Postings betrifft, sollte man die Verantwortung nicht gänzlich abgeben, sondern anhand der Facebook Insights und anderer Monitoring-Tools ermitteln, wie man die Posts am effektivsten und gleichzeitig auf die am wenigstens aufdringliche Weise veröffentlichen kann.

Zitat: https://www.aphorismen.de/zitat/21430

photo credit: Stifts- och landsbiblioteket i Skara via photopin cc