Adolph Freiherr von Knigge

Heute ist es wieder Zeit für einen Artikel unserer Serie „Knigges Tipps für Social Media Marketer“:

„Interessiere dich für andere, wenn du willst, dass sie sich für dich interessieren.“

Das ist ziemlich eindeutig, oder? Natürlich kann sich eine Marken-Fanpage nicht mit der Lebensgeschichte jedes einzelnen Kunden beschäftigen – aber ein gewisses maß an Interesse ist doch nicht fehl am Platz.

Natürlich sollte der Fan dies auch Merken: In erster Linie sollten also Anfragen auf der Fanpage und Kommentare schnellstmöglich beantwortet werden, denn eine Fanpage, die sich nicht einmal für die Meinung der Fans zum eigenen Produkt – oder sogar die Probleme desselben – interessiert, kann dies nur schwer durch tollen Content wieder herausreißen. Wer schon lange keine Antwort von einer Marke über Social Media bekommen hat, wird nicht versuchen, über diesen Kanal wieder in Kontakt zu kommen, und auch andere Posts dürften diesen Fan eher ärgern als dass sie ihm gefallen. Wenn da schließlich jemand postet, warum antwortete der- oder diejenige nicht? Den Dialog mit den Fans nicht zu vernachlässigen ist also essenziell für eine erfolgreiche Fanpage.

Doch beim Antwortverhalten hört die Sache noch nicht auf: Auch auf Kommentare, die nicht direkt an die Marke gerichtet sind, sondern etwa einen Post allgemein kommentieren, kann man antworten, weitere, passende Fragen stellen und so eine Konversation starten.

Außerdem zeigt dieser Tipp das Ein und Alles jeder Social Media Seite: Monitoring, Monitoring, Monitoring. Jeder Fanpage Administrator kann anhand von Statistiken erahnen, welche Inhalte seine Fans sehen wollen – und welche überhaupt nicht. Neben der quantitativen Auswertung von Statistiken kann man – je nach der angestrebten Zielgruppe – durch Foren, Gruppen, Hashtags und Tools wie Google Alerts auch qualitativ die Meinungen der eigenen Zielgruppe erforschen. Interesse am Verhalten der Fans und die Abstimmung der eigenen Inhalte auf die Erwartungen der Fans kann Gold wert sein, oder, was fast noch wichtiger ist: Interaktionen.

Sowohl qualitatives als auch quantitatives Interesse an den eigenen Fans kann also zu einer wesentlich verbesserten Community und Interaktionen der Fanpage führen – und den Social Media Marketer seinem Ziel ein Stück näher bringen.

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Zitatquelle: https://www.aphorismen.de/zitat/62323