Seit Kurzem können eigene Angebote auf Facebook Fanpages erstellt werden. Bereits im Februar 2012 wurden „Facebook Angebote“ erstmalig vorgestellt und bei einigen Premium Kunden auch eingesetzt. Seit wenigen Tagen ist der weltweite Start von Facebook Angeboten gestartet wie Facebook Studio berichtet. Facebook Fanpages mit mindestens 400 Fans können ab sofort eigene Angebote erstellen. Zusätzlich wurden einige zusätzliche Features hinzugefügt. So können nun auch Bar-Codes und Unique Codes eingefügt werden. Klar ist, dass Facebook damit auf E-Commerce Betreiber eingeht, da durch die Codes natürlich Onlineangebote gefördert werden, statt wie in der ursprünglich angekündigten Version nur Offlineangebote. Klarer Vorteil hierbei ist das Tracken der Performance von Facebook als Absatzkanal.

Angebote nur in Verbindung mit Facebook Anzeigen

Ebenfalls neu ist, dass Angebote zwar kostenlos erstellt werden können, sie aber durch Facebook Anzeigen beworben werden müssen, damit sie bei Fans im Newsfeed angezeigt werden können. Die Investition lohnt sich aber, da nur so die Angebote auch geteilt werden können, wodurch zusätzliche Verkäufe zustande kommen können, eine einfache Rechnung also. Das Netzwerk hat dazu einen interessanten ROI show case zur Verfügung gestellt.

Facebook Angebot

Facebook Angebot

Im Newsfeed der Fans erscheint das Angebot wie im Bild zu sehen und kann direkt gekauft aber auch im Netzwerk verbreitet werden. Sobald man sich ein Angebot sichert, wird dies automatisch im eigenen Feed geteilt. Dies kann sicherlich etwas nachteilig aufgenommen werden, jedoch verbreitet es sich dadurch deutlich schneller.

Kein Kauf in Facebook notwendig

Ist es bei klassischen Dealangeboten üblich, dass direkt für den Deal gezahlt wird, erhält man bei Facebook Offers lediglich einen Gutscheincode, Barcode und einen Direktlink zum rabattierten Produkt.

Somit können Facebook Angebote nur als Vertriebsbeschleuniger genutzt werden aber nicht, um direkt eine Zahlung zu initiieren. Dieser Umstand ist wohl der Tatsache geschuldet, dass viele Nutzer nicht direkt in Facebook Zahlungsangaben zu Kreditkarte oder Bankkonto tätigen wollen.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Facebook hat mit Einführung der Angebote seine Nutzungsbedingungen erweitert und damit den Einsatz von Angeboten festgehalten.

Eventuell ist Facebook nicht der geeignete Ort für jede Art von Angebot, und du bist allein dafür verantwortlich festzustellen, ob Facebook das geeignete Forum für dein Angebot ist. Wenn du mit Hilfe des Angebotserstellers ein Angebot erstellst, gelten die folgenden Richtlinien:
i.    Du bist für die Gewährleistung verantwortlich, dass dein Angebot diesen Bedingungen sowie sämtlichen geltenden Rechten, Regelungen und Bestimmungen entspricht. Angebote unterliegen vielen Bestimmungen (wie beispielsweise für Minderjährige ausgelegte Alkoholrabatte und -angebote) und wenn du nicht sicher bist, ob dein Angebot geltendem Recht entspricht, dann lass dich fachmännisch beraten.
ii.    Wenn es für dein Angebot irgendwelche Beschränkungen gibt (wie Ablaufdatum oder Einschränkungen bei der Einlösung), musst du diese Beschränkungen den Nutzern im Bedingungsabschnitt des Angebots offenlegen.
iii.    Du bist allein verantwortlich für die nicht ordnungsgemäße Einlösung, für Betrug oder sonstige Probleme, die sich aus dem Vertrieb bzw. der Einlösung deines Angebots ergeben.
iv.    Falls dein Angebot bei einem nicht von dir verwalteten Händler eingelöst wird, liegt es in deiner alleinigen Verantwortung, mit dem beteiligten Händler zu kommunizieren.
v.    Du darfst den Angebotsersteller von Facebook nicht verwenden, um den Gegenwert einer Geschenkkarte, eines Geschenkgutscheins oder einer gespeicherten Wertkarte anzubieten.

Wir finden die Einführung einen sehr gelungenen Schritt, da er Unternehmen die Möglichkeit gibt, Facebook als Saleskanal zu nutzen und seinen Fans einzigartige Angebote zukommen zu lassen. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich das neue Feature entwickeln wird.

3 Kommentare
  1. Holli sagte:

    An sich finde ich die „Angebot“-Funktion auf Facebook sehr gut und hat auf alle Fälle Potenzial. Mich stört nur, dass die Angebote an die Anzeigen gebunden sind und man so gezwungen wird Geld auszugeben.

    Auch wenn es mich stört, verstehe ich natürlich das Facebook Geld verdienen MUSS. Daher ist das in Ordnung :)

    PS: Schade, dass man eure Kommentare nicht abonnieren kann :(

    • Sandro Guenther sagte:

      Hi Holli,
      du hast natürlich Recht, dass es etwas Schade ist. Facebook gibt aber für den ersten Versuch auch ein kleines Budget. Somit kann jeder die Offers testen.
      Des Weiteren lässt sich damit auch eine echte ROI Rechnung erstellen á la „wie viel Geld kann ich investieren, um wie viel Umsatz zu generieren“.
      Sobald wir mehr wissen, werden wir es hier bekanntgeben.

      VG

  2. Sonja Schneider sagte:

    Was bedeuetet hier ?
    „Du darfst den Angebotsersteller von Facebook nicht verwenden, um den Gegenwert einer Geschenkkarte, eines Geschenkgutscheins oder einer gespeicherten Wertkarte anzubieten.“

    Darf man keinen Wertgutschein anbieten sondern wirklich nur spezielle Produkte?

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