Kürzlich konnte man im Developers Blog von Facebook über den Start des Open Graph (Beta) lesen. Facebook stellt damit ein komplett neues System vor und wendet sich somit langsam vom bisherigen Social Graph ab.

Die maßgebliche Änderung hierbei ist, dass User ihre Aktivitäten nahtlos mit ihren Freunden teilen können, wenn die Einstellung entsprechend getroffen sind. Dieses sogenannte Seamless oder Frictionless Sharing bietet Marketeers eine maßgebliche Verbesserung im Hinblick auf Verbreitung von Inhalten. Meldungen über Interaktionen mit Open Graph Apps tauchen im persönlichen Profil auf.

Ein erster Anbieter von Open Graph Apps ist beispielsweise der Musikanbieter Spotify. Sobald über diesen Musik gehört wird, wird eine entsprechende Meldung im persönlichen Profil bzw. der Timeline ein automatisches Post verfasst „Sandro recently listend to …“. Je nach Einstellung sieht das gesamte Freundesnetzwerk diese Meldung und kann diese sogar „liken“ oder kommentieren.

Aus unternehmerischer Perspektive ist diese Veränderung sicherlich ein Schritt, der zu begrüßen ist. Gleichzeitig befürchte ich, dass die Funktionalität nicht allen Usern gefallen wird, da durch eine automatische Veröffentlichung eines Musikstückes doch etwas über die Privatsphäre preisgegeben wird. Nichtsdestotrotz bleibt es spannend, wie Facebook mit dem neuen Feature weiter verfahren wird.

Zunächst ist der Open Graph nur für ausgewählte Medienpartner von Facebook zugänglich wie es das Social Network auf seiner f8 Konferenz bekannt gab. Es bleibt also spannend abzuwarten, wenn auch andere Unternehmen Zugang bekommen.

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