Der Interaktionsdesigner Joshua Kaufman aus San Francisco zeigte vor kurzem, wie gut man Social Media auch für die Gauner-Suche nutzen kann.

On March 21, 2011, my MacBook was stolen from my apartment in Oakland, CA. I reported the crime to the police and even told them where it was, but they couldn’t help me due to lack of resources. Meanwhile, I’m using the awesome app, Hidden, to capture these photos of this guy who has my MacBook.

Nachdem ein Unbekannter bei ihm eingebrochen und u.a. sein Macbook gestohlen hatte, begab er sich ordnungsgemäß zur Polizei um den Diebstahl zu melden. Joshua benutzte die App „HIDDEN“ auf seinem Macbook, die im Falle von unsachgemäser Benutzung eines Benutzer-Accounts, unsichtbar Bilder von der Kamera und Informationen über  Interaktionen an den eigentlichen Besitzer sendet.

Der Gauner im Auto.

Der Gauner im Bett.

Der Gauner loggt sich bei Google ein.

Doch selbst mit diesem Material wurde die Polizei in Oakland nicht wirklich aktiv und so begann er die Daten und Bilder selbst ins World Wide Web zu stellen.

Die Reaktion auf den Blog thisguyhasmymacbook.tumblr.com war riesig, so dass auch die Ordnungshüter nun engagierter wurden. Ein paar Tage später war der Mann gefasst und Joshua bekam sein Gerät zurück.

Update: (May 31, 7:38 PM PST) Thanks to the power of the Internet, I have the attention of the Oakland Police, who are tracking this guy down RIGHT NOW!

Update: (May 31, 8:37 PM PST) ARRESTED! An Oakland police officer just called me to let me know that they arrested the guy in my photos! BOOYA! The police used my evidence (email which pointed to a cab service) that he was a driver and tricked him into picking them up. Nice work OPD!

Update: (June 1, 11:32 AM PST) The Oakland Police acquired my MacBook last night, and I picked it up this morning!

Die direkte Fahndung per Social Media ist nichts Neues, steckt aber noch in den Kinderschuhen. Ein Pilotprojekt lief bspw. bei der Polizei in Hannover und auch von Potsdam aus hat fahrrad-fahndung.blogspot.com es sich zur Aufgabe gemacht, gestohlene Fahrräder „suchmaschinenoptimiert“ zu fanden.

In den USA veröffentlicht die Polizei des Bundesstaates Medina regelmäßig Fotos gesuchter Personen auf ihrer Facebook-Seite. Über die Kommentarfunktion sollen Mitbürger Angaben zu Aufenthaltsorten der Gesuchten machen. Dieser öffentliche „Pranger“ wurde oft diskutiert, da er Trittbrettfahrer hervorrufen könnte bzw. bestimmten Gruppen erst wieder eine Plattform bietet. Ausserdem wird schon bei geringem Vergehen wie Lärmbelästigung oder Fahren ohne Führerschein ein öffentliches Gesuch erstellt.

Was haltet ihr davon? Rechtfertigt der Zweck die Mittel?
Sollte man nicht in bestimmte Kategorien einteilen / eingrenzen?
Wir wissen alle, das das Internet nichts vergisst.

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