Erobert WhatsApp den Desktop?

WhatsApp muss bald nicht mehr per Smartphone bedient werden!

Die Zukunft ist mobile – doch das hält WhatsApp nicht davon ab, einen Web-Client einzuführen, wie vor zwei Tagen angekündigt wurde.

Aktuell funktioniert der Client nur in Google Chrome und auch nur für WhatsApp-Accounts, die auf einem Android-Smartphone genutzt werden – doch für Unternehmen dürfte das reichen, um die Vorteile des Web-Clients voll ausnutzen und WhatsApp besser im Marketing-Mix einsetzen zu können.

WhatsApp muss bald nicht mehr per Smartphone bedient werden!

WhatsApp muss bald nicht mehr per Smartphone bedient werden!

 

Schon jetzt kann WhatsApp zur Kundenkommunikation genutzt werden – das bietet sich auch an, da die App für viele das Mittel der Wahl im Bereich Kommunikation ist. Wer dort als Marke erreichbar ist und Tipps oder Auskunft zu Produkten geben kann, wirkt offener und ansprechbarer als Marken, die nicht auf WhatsApp aktiv sind. Die Bedienung per Smartphone machte diesen Kanal aber recht umständlich: Da zu jeder Zeit nur ein Mitarbeiter per Smartphone an WhatsApp arbeiten kann, entsteht schnell ein Bottleneck, wenn viele Anfragen eingehen. Durch die Bearbeitung von Anfragen am Computer dürfte die Betreuung des Kanals vielen leichter und dadurch deutlich schneller von der Hand gehen, was die Plattform für Unternehmen attraktiver macht.

Was genau WhatsApp zur Unternehmenskommunikation beitragen kann? Aktuell gibt es nur wenige konkrete Beispiele. Yourfone.de nutzt WhatsApp zur Kundenkommunikation. So können sich Kunden auf vertrauter Ebene über die Produktpalette und das Unternehmen informieren oder Service-Fragen klären. Auch für Medienmarken bieten sich einige Chancen, der Schweizer SRF setzte die App im vergangenen Herbst beispielsweise ein, um seine Nutzer auf dem aktuellsten Stand zu verschiedenen Volksabstimmungen zu halten. Für Finanz- und Versicherungsmakler bietet sich die Möglichkeit, in direkteren Kontakt zu ihren Kunden zu treten, und kleinere Dienstleister können die App unter anderem für Terminabsprachen einsetzen. Auch die Reisebranche nutzt WhatsApp: Der Hamburger Flughafen verschickt Streikinformationen und das Sheraton Hotel am Frankfurter Flughafen beantwortet Kundenanfragen per Messaging-App.

Dass WhatsApp aktuell noch keine vorgefertigten Werbeformate anbietet, mag manchen als Nachteil erscheinen. Andererseits ermöglicht es aber auch die Chance, auf besonders authentische und kundennahe Art und Weise zu kommunizieren. Um einen WhatsApp-Kanal kompetent und gewinnbringend zu nutzen, muss man Zeit und Kreativität investieren. Doch die Investition kann sich lohnen, gerade jetzt, da WhatsApp noch nicht von Werbung überladen ist. Wenn ihr wissen wollt, ob und wie ihr WhatsApp für eure Unternehmenskommunikation einsetzen könnt, dann beraten wir euch gerne!

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