Abhängig von Social Media!

Ein Post auf Facebook, ein Tweet auf Twitter, ein Foto bei Instagram.
Nichts leichter als das!
Jeder teilt heute unentwegt Content mit seinem virtuellen Umfeld. Nicht nur Privatpersonen posten, teilen und liken wie verrückt, sondern auch Unternehmen haben die Welt der sozialen Netzwerke für ihre Gewinnsteigerung und Imagestärkung entdeckt. Aber funktioniert externe Unternehmenskommunikation ohne soziale Netzwerke gar nicht mehr?

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Klare Abhängigkeit: Unternehmenskommunikation kommt nicht mehr ohne Social Networking aus!

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Social hier, Media dort!

Facebook, Twitter, Xing und Co. spielen für das Online-Marketing eine große Rolle. Die aktuellste BITKOM-Studie mit dem Titel „Nutzung sozialer Netzwerke in Deutschland“ beweist, wie wichtig die Präsenz im Social Web für Unternehmen ist.
78 Prozent der Internetnutzer sind in sozialen Netzwerken angemeldet und mehr als zwei Drittel der Onliner nutzen Social Networks aktiv und greifen täglich auf ihre Accounts zu. Für Unternehmen heißt das besondere Obacht: Bereits 16 Prozent der aktiven Nutzer sozialer Netzwerke folgen Unternehmen oder Marken. Tendenz steigend!
Neue Berufsbilder unterstreichen die Wichtigkeit von sozialen Netzwerken für die Unternehmenskommunikation: der Social Media Manager gilt schon längst als typische Stellenausschreibung. Auch diverse Werke rund um Social Media Marketing und Management sowie Ratgebern für PR im Social Web weisen auf die wachsende Bedeutung hin. Das Buch „Berufsziel Social Media“ von Nico Lumma, Stefan Rippler und Branko Woischwill erzählt bespielweise, wie sich der Markt für Social Media-Fachkräfte entwickelt und Unternehmen soziale Netzwerke effektiv für ihre Zielsetzungen nutzen.

Gefahren lauern überall!

Wo gehobelt wird, fallen auch Späne. Dieses Sprichwort klingt überhaupt nicht nach Social Media und trotzdem trifft es hier genau den Punkt. Wer sich im Social Media Bereich bewegt, dem passieren Fehler. Fauxpas, die Unternehmen und Mitarbeiter bei der Präsenz in sozialen Netzwerken machen können, sind allerdings vermeidbar.
Die größte Gefahr besteht jedoch im Ausschluss aus dem Social Web! Wenn ein Unternehmen die modernen Kommunikationstechnologien vollkommen verschmäht, kann es sich womöglich bald nicht mehr gegen Mitstreiter, die soziale Netzwerke nutzen, durchsetzen. Wer behauptet, seine Kunden seien nicht auf Facebook, Twitter und Co. aktiv, der verschenkt wichtige Chancen. Unwissen oder sogar völlige Ablehnung sind hier deplatziert. Es ist Anpassung an die sozialen Interaktionsformen und aktuellen Informationswege – auch in puncto Produktinfos und Anbieternews – gefragt!

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Suchtmittel im Web: Unternehmen sind süchtig nach Social Media!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der perfekte Auftritt im Social Web

Elegant über den Laufsteg geht es allerdings nur mit einigen Regeln, an die sich Unternehmen bei ihrem Social Media Auftritt halten sollten. Basis des perfekten Social Media-Outfits ist die strategische Planung und Zieldefinition der Onlinepräsenz. Was wollen wir erreichen? Wen wollen wir auf welchen Social Media Kanälen ansprechen? Mit welchen Maßnahmen können die gesetzten Ziele erreicht werden? Das Herzklopfen vor dem großen Auftritt steigt!

Wichtigstes Accessoire neben der ausgefeilten Social-Media-Strategie ist das Auftreten der Mitarbeiter einer Firma, denn sie bilden die Botschafter des Unternehmens. Mitarbeiter können die Markenbotschaft glaubwürdiger verbreiten als so manche Marketingaktion. Daher raten Social Media Guidelines den Mitarbeitern, wie sie ihren Umgang mit der Social Media-Präsenz des Unternehmens handhaben sollen – und das¬ einfach und verständlich in schriftlicher Form, als Präsentation oder Video. Mit diesen Guidelines können Fehler mit weitreichenden Konsequenzen, wie beispielsweise die Veröffentlichung von vertraulichen Daten oder unpassenden Fotos, vermieden werden. Gleichzeitig können die Vorgaben auf Potenziale und Gefahrenquellen von Social Media hinweisen. So wird eine konsistente Kommunikationsstrategie der Firma gestärkt.
Aber auch die inneren Werte zählen! Für ein erfolgreiches Erscheinen im Social Web ist eine gute Contentstrategie unabdingbar. Die Inhalte sollten neben hoher Qualität und einer besonderen Ausrichtung auf die Interessen der Empfänger einen unübersehbaren Unternehmensbezug haben. Posts zum Wetter oder wöchentliche Klagen über graue Montage nerven und sind nicht zielfördernd. Falscher Aktivismus sollte unbedingt vermieden werden. Wichtig ist, dass Posts und Tweets zur Unternehmenskommunikation beitragen.

Eine Studie der Tomorrow Focus Media beweist zudem, dass fast 70 Prozent der Social Networker vor allem der Informationsgehalt der Unternehmenspräsenz wichtig ist. Knapp gefolgt von Rabattangeboten und der Kundennähe durch die dialogischen Plattformen. Der digitale Wandel verlangt nach Change Management! Anpassungen sind wichtig, um sich nicht selbst ins Aus zu katapultieren. Unternehmen sollten bereit für Veränderung sein und wissen, wie man richtig im Social Web agiert. Ein Mindestmaß an Verständnis und Erfahrung der Verantwortlichen sowie das Interesse für neue Social Media Tools und Plattformen ist besonders wichtig. Nur so kann die Firma authentisch und der Marke entsprechend repräsentiert werden.

Follow me!

Klar ist, dass soziale Netzwerke gezielt zur Steuerung von unternehmerischen Zielen genutzt und gekonnt für PR und Marketing eingesetzt werden können. Neben der klassischen Pressearbeit tritt Social Media Management als wesentlicher Teil der Unternehmenskommunikation in den Vordergrund, um das Markenimage zu stärken und die Kundenbindung zu fördern. Auch für die interne Unternehmens-kommunikation können soziale Netzwerke von hohem Stellenwert sein und den Informationsfluss im Unternehmen mobilisieren.
In vielen Betrieben sind die Chancen und Risiken von Social Media allerdings noch unerforscht, obwohl die verschiedenen Plattformen im Zeitalter der virtuellen Interaktion immer relevanter werden. Ein Ausblick in die Zukunft lässt den Social Media Manager zu einer starken Berufsgruppe werden und das Social Web wird als dialogischer Raum zwischen Unternehmen und Kunden vermutlich immer selbstverständlicher.
Zurück zur Ausgangsfrage: Sind Unternehmen abhängig von Social Media?
GANZ EINDEUTIG! …und die Wellen im sozialen Online-Meer schlagen immer höher!

photo credit: enggul via photopin cc
photo credit: JulieFaith via photopin cc

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