Mobile als zentraler Bestandteil der Onlinestrategie

Die mobile Fanpage von InsideFacebook. Bildquelle: http://www.insidefacebook.com/2013/04/23/facebook-redesigns-mobile-business-pages/

Wen wollen Sie mit Ihrer Social Media Kampagne erreichen? Mit großer Wahrscheinlichkeit jemanden, der mobil auf Facebook & Co. zurückgreift. Da macht es Sinn, die eigenen Social Media Kanäle und Kampagnen optimal an das mobile Umfeld anzupassen.

Soziale Medien sind mobil

„Mobil“ steht dabei nicht nur für die Nutzung des Internets unterwegs, sondern für jede Aktion, die von Smartphones oder Tablets ausgeführt wird. Ein großer Teil der mobilen Nutzer wählen diesen Weg eher in „stationären“ Situation: zu Hause oder bei der Arbeit. Eine nicht geringe Usergruppe benutzt sogar ausschließlich mobile Geräte, wenn sie soziale Netzwerke besuchen. In Zukunft könnten Tablets den klassischen PC sogar dauerhaft als das wichtigste Endgerät verdrängen oder teilweise ersetzen und so noch wesentlich mehr Bedeutung erringen. Viele Leute gehen einem schon jetzt einfach durch die Lappen, wenn man mobile nicht nutzt: Facebook beispielsweise wurde Anfang 2013 von 189 Millionen Menschen ausschließlich mobil angesteuert. In Deutschland benutzen mehr als die Hälfte der 25 Millionen Mitglieder Facebook zumindest teilweise mobil. Ärgerlich, wenn diese dann Fanpage-Funktionen nutzen wollen – beispielsweise ein Handyfoto direkt bei einem Wettbewerb hochladen oder an einem Online-Gewinnspiel teilnehmen, auf welches im Laden hingewiesen wurde –  die mobil gar nicht zur Verfügung stehen. Überhaupt ist das Smartphone, und damit auch die Anbindung an Soziale Medien, sehr beliebt bei Einkäufern: Gerade beim sogenannten Showrooming wird es zum Preisvergleich und der Absicherung bezüglich des Produktes benutzt (dies passiert zum Beispiel durch Reviews). Außerdem führt gerade die mobile Suche oft zu mehr und schnelleren Konversionen als die klassische Desktopsuche – mobile Suchergebnisse dürften also tatsächlich ein sehr begehrenswerter Platz für Marken und Unternehmen sein. Auch soziale Werbung kann mobil große Erfolge erzielen: Anzeigen im Newsfeed scheinen mobil besser anzukommen als am Desktop und durch die am Smartphone möglichen Interaktionen besteht Potenzial für wesentlich interaktivere Werbeformate als anderswo, die von den Empfängern auch positiver beurteilt werden.

Also: Eine mobile Strategie muss her!

Neben Social etabliert sich jetzt auch Mobile als einer der leitenden Aspekte beim Formulieren einer Marketingstrategie. Grundlage für jede mobile Strategie ist dabei natürlich die Funktionsfähigkeit aller Elemente. Das heißt für die Website nicht nur, dass sie abrufbar sein muss, sie sollte darüber hinaus auch bequem benutzt werden können. In jedem Fall muss also das Design angepasst werden. Responsive Design ist der aktuelle Trend, mit dem sich die Seite dem Endgerät anpasst: Auf dem Desktop sieht die Seite aus wie gehabt, wenn sie aber von einem Smartphone abgerufen wird, ist sie wesentlich einfacher und größer aufgebaut. Dies gilt natürlich auch für Anzeigen und Kampagnen in Sozialen Medien: Wenn sie nur umständlich abgerufen werden können oder das Mitmachen durch lange Ladezeiten und schlechtes Handling verleidet wird (oder gar unmöglich ist, weil Funktionen oder Seiten mobil nicht verfügbar sind), dann wird sich der Erfolg der Kampagne in eng gesteckten Grenzen halten. Usability ist hier das Schlagwort. Mobile Besucher einer Fanpage auf Facebook etwa sehen auf den ersten Blick wesentlich weniger Inhalte als Desktop-Besucher. Besonders wichtige Punkte, auf die das Augenmerk gelenkt werden soll, müssen weit oben untergebracht und auf das Wichtigste beschränkt werden. Dabei können Posts auch angepinnt werden – Hinweise auf Gewinnspiele oder ein besonders schönes (und bestenfalls potenziell virales) Foto, das Aufmerksamkeit schafft, können je nach aktuellem Marketingkonzept dort platziert werden.

Die mobile Fanpage von InsideFacebook. Bildquelle: http://www.insidefacebook.com/2013/04/23/facebook-redesigns-mobile-business-pages/

Die mobile Fanpage von InsideFacebook. Bildquelle: InsideFacebook.com   

Damit geht es gleich zum nächsten Punkt, der ebenso wie die Funktionalität der Seite zu einer erfolgreichen Kampagne unerlässlich ist: das Konzept. Durch die Multi-Channel Möglichkeiten, die heutzutage gegeben sind, wird die Planung einer Kampagne nicht leichter: Das Angebot einer Seite sollte im besten Fall in fast allen Situationen und für verschiedenste Nutzerbedürfnisse das Richtige bieten, da sie immer und von überall aus abgerufen werden kann. Verschiedene Kanäle sind zwar komplizierter und aufwändiger zu bespielen, doch sie lohnen sich: Die Zeit im mobilen Internet wird inzwischen zu 22 Prozent auf Sozialen Medien verbracht. Damit sind Netzwerke die häufigste Anlaufstelle für mobile Nutzer – darauf folgen Entertainment und Spiele mit jeweils 20%. Es bietet sich daher an, mobile Kampagnen auch auf diese Kanäle zu bringen. Durch die oft spielerischen Elemente in einer App, zum Beispiel bei einem Wettbewerb oder Gewinnspiel, sind diese beliebt und bringen den Nutzer dazu, sich über längere Zeit mit der Marke auseinanderzusetzen. Sie verbinden außerdem alle auf mobilen Endgeräten beliebten Bereiche – Social Media, Entertainment, Spiele. Letztere werden auf Sozialen Netzwerken dabei sowohl am Desktop als auch mobil gern genutzt.  Für die eingebundenen Apps bedeutet dies, dass zwischen beiden in der Nutzung idealerweise wenig Unterschiede bestehen sollten. Das gilt besonders, wenn es sich um eine App handelt, die vom Fan mehrmals aufgerufen werden soll, da dies leicht von verschiedenen Geräten aus passieren kann.

Mobile ist ein zukunftsträchtiges Thema und entwickelt sich ständig weiter. Noch sind viele Nutzer eher vorsichtig, wenn es um das Kaufen und – ganz besonders – das elektronische Bezahlen auf mobilen Geräten oder in sozialen Netzwerken geht. Doch gerade auf mobilen Endgeräten holt der Konsum schon auf: Während 2012 erst gut 30% aller Smartphone Besitzer ihr Phone für Käufe verwendeten, waren dies im Mai 2013 schon 40% – ein deutlicher Anstieg, der durchaus so weitergehen könnte. Außerdem werden immer neue Bezahlmethoden entwickelt und getestet – Facebook verabschiedet sich von seinen Credits, Chirpify entwickelt Methoden zum Kaufen per Kommentar oder Retweet, und auch das Bezahlen im Geschäft mit dem Smartphone auf der Basis von Near Field Communication (NFC) wird zumindest technisch immer weiter entwickelt. Eine weitere, noch etwas futuristisch scheinende Entwicklung, die ein weiteres Anwendungsfeld des mobilen Internets darstellt, sind die sogenannten „Wearables“, deren prominenteste Vertreter im Moment Google Glass und sogenannte Smart-Watches wie die Pebble Watch oder die iWatch, über die oft spekuliert wird, sind. Alle setzen auf die mobile Internetverbindung.

Der Erfolg dieser Produkte ist noch nicht gesichert, doch die kontinuierlichen Entwicklungen in diesem Bereich zeigen, dass Mobile kein Thema ist, welches wieder in der Versenkung verschwinden wird. Auch auf der Allfacebook-Konferenz im April war Mobile eins der bestimmenden Themen. Jede Marketingstrategie, die nicht nur auf TV-Werbespots oder Plakate setzt, sondern auch Online-Medien mit einschließt, muss nicht nur sozial, sondern auch mobil sein, denn schon jetzt alles dreht sich um Mobile. Ihr Unternehmen sollte dabei sein.

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  1. […] & Co. können da leicht auf der Strecke bleiben. Doch es gibt ein Gegenmittel: Mobile. Der Markt der Zukunft für Social Media ist es sowieso. Und so macht Engadin St. Moritz Mountains mit einem […]

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